Buch / Memoir

Der Tschechen Jahn

Nächtliche Berliner Straße mit nassem Asphalt und parkendem Oldtimer, stimmungsvoll beleuchtet
Stimmungsbild: nächtliche Straße in Berlin. Foto: Darius Krause / Pexels (kostenfreie Lizenz). Quelle

Berlin, späte Siebziger und Achtziger. Ein Sohn erzählt von seinem Vater: geboren als Honsa Naplava in Prag, geflohen unter dem Namen Jan Eichler, gestrandet in West-Berlin statt New York. Aus der Diskothek am Kudamm wird ein Geschäft; aus dem Geschäft wird Kokain — hin und her zwischen Amerika und Berlin.

Daniel wächst mittendrin auf. Vier Jahre alt, zwei Jahre USA, ohne dass die Mutter Bescheid weiß. Später die UFA-Fabrik, die Straße, die Namen der Stadt. Was Familienwissen ist und was öffentlich nachprüfbar, bleibt getrennt. Kein Kitsch, keine Spekulation — nur die harte Linie einer Kindheit neben dem Mann, den manche den Tschechen Jahn nannten.

True Crime und Memoir in einem: die Underworld der Berliner Achtziger, gesehen aus Augenhöhe eines Kindes.